Perplexity Computer: 19 KI-Modelle auf einmal

19 KI-Modelle gleichzeitig! Die Superpower von Perplexity Computer eröffnet bahnbrechende Möglichkeiten in der KI-Anwendung. Lies hier nach, was genau du damit machen kannst.
Schriftzug „Perplexity Computer" mit Computer-Logo in der Mitte zwischen den beiden Wörtern

Perplexity ist bislang vor allem als KI-gestützte Suchmaschine bekannt. In den letzten Monaten hat das Unternehmen aber konsequent an einer breiteren Produktstrategie gearbeitet, darunter Comet, ein eigener KI-BrowserMit Perplexity Computer kommt jetzt der nächste Schritt: autonome KI-Agenten, die komplexe Aufgaben selbständig erledigen.

Wie funktioniert Perplexity Computer?

Das Prinzip hinter Perplexity Computer ist das sogenannte Orchestrieren von KI-Modellen. Du beschreibst eine Aufgabe, das System zerlegt sie automatisch in kleinere Teilaufgaben und verteilt diese an spezialisierte Sub-Agenten, die parallel in der Cloud arbeiten. Du bekommst eine Benachrichtigung, wenn das Ergebnis fertig ist.

Was Perplexity Computer von ähnlichen Ansätzen abhebt: Statt auf ein einzelnes KI-Modell zu setzen, koordiniert das System gleich 19 verschiedene KI-Modelle! 

KI-Modellnutzung in Perplexity Computer

Jedes Modell übernimmt das, wofür es am stärksten ist:

  1. Claude Opus 4.6 von Anthropic steuert die Abläufe und bearbeitet Programmieraufgaben.
  2. Googles Gemini übernimmt tiefergehende Recherchen.
  3. Grok von xAI erledigt schnelle Aufgaben.
  4. ChatGPT 5.2 kommt bei besonders umfangreichen Kontexten zum Einsatz.
  5. Für Bild- und Videoaufgaben stehen Nano Banana und Veo 3.1 bereit. 

Wer möchte, kann sogar manuell festlegen, welches Modell welchen Teil der Arbeit übernimmt.

Die Prozesse laufen ausschließlich in einer abgesicherten Cloud-Umgebung. Es gibt keinen Zugriff auf deinen lokalen Rechner. Externe Dienste werden über definierte Berechtigungen angebunden. Es stehen derzeit über 400 Integrationen zur Verfügung, darunter Slack, Gmail, Notion und Dropbox.

Was kannst du damit machen?

Chatfenster von Perplexity Computer
Quelle: https://www.perplexity.ai/computer/new

Für die folgenden Beispiel-Szenarien könntest du Perplexity-Computer einsetzen: 

– Du willst Social-Media-Clips aus vorhandenem Videomaterial erstellen. Das System lädt die Quellen herunter, schneidet die Clips und fügt Untertitel hinzu. Du gibst nur das Ziel vor.

– Du brauchst eine Marktanalyse. Mehrere Agenten recherchieren parallel, einer schreibt den Bericht, ein anderer erstellt die Grafiken. Am Ende liegt alles zusammengefasst als Analyse vor.

– Du willst Auktionen oder Preise auf externen Plattformen beobachten. Perplexity Computer kann das im Hintergrund überwachen und dich benachrichtigen, sobald ein bestimmter Preis erreicht ist.

– Stößt ein Agent dabei auf ein Problem, das er allein nicht lösen kann, erstellt er eigenständig weitere Unter-Agenten und fragt dich nur dann, wenn es gar nicht weitergeht.

Was kostet Perplexity Computer?

Hier liegt der „Haken”. Das Feature ist aktuell ausschließlich im Max-Tarif verfügbar, der 200 US-Dollar pro Monat kostet. Dazu kommt eine verbrauchsbasierte Abrechnung per Credits: Max-Nutzer erhalten 10.000 Credits monatlich, zum Start gibt es einmalig 20.000 Bonus-Credits, die nach 30 Tagen ablaufen.

Warum so teuer? 

Wenn 19 Modelle verschiedener Anbieter gleichzeitig arbeiten und kommunizieren, entstehen bei jedem dieser Anbieter Rechenkosten. Perplexity gibt diese direkt weiter. Ausgabenlimits lassen sich zwar festlegen, aber die Flatrate-Logik klassischer KI-Abos gilt hier nicht mehr.

Perplexity hat eine Ausweitung auf günstigere Tarife angekündigt, aber ohne konkreten Zeitplan. Für Unternehmenskunden soll der Zugang über Enterprise Max ebenfalls in Kürze folgen.

Vergleich: Perplexity Computer vs. OpenClaw

Wenn du dich schon mit OpenClaw beschäftigt hast, wirst du Parallelen erkennen: Beide Systeme setzen auf autonome KI-Agenten. Die Ansätze unterscheiden sich aber grundlegend.

OpenClaw läuft lokal auf deinem Rechner, hat vollen Systemzugriff und ist kostenlos, setzt aber technisches Wissen bei der Einrichtung voraus. 

Perplexity Computer läuft komplett in der Cloud, braucht keine Installation und funktioniert direkt im Browser, kostet dafür aber entsprechend.

Wenn du Kontrolle bevorzugst, technisch versiert und kostenorientiert bist, bist du aktuell bei OpenClaw besser aufgehoben. Wer Ergebnisse ohne großen Aufwand will und bereit ist, dafür zu zahlen, findet in Perplexity Computer ein sehr mächtiges Werkzeug.

Fazit

Perplexity Computer ist nach OpenClaw nun auch ein mächtiger Schritt von Perplexity in Richtung KI, die im Hintergrund arbeitet, während du dich um anderes kümmerst. Das Potenzial ist riesig. Ob sich der Preis rechtfertigt, hängt davon ab, wie regelmäßig du mit komplexen, mehrstufigen Aufgaben arbeitest. Für gelegentliche Nutzung ist 200 Dollar im Monat ein hoher Einstieg.

Alisa Said
Hi, ich bin Alisa. Meinen ersten Blog habe ich vor 15 Jahren gestartet und seitdem hat mich das Schreiben auf meinem Weg begleitet. Neben meinem eigenen Beratungsunternehmen habe ich 2023 mit meinem Partner Aleksej das Projekt AI Compact ins Leben gerufen. Künstliche Intelligenz bringt eine große Veränderung für uns alle mit sich. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Nutzer der KI mit wichtigen Infos und hilfreichen Tipps rund um das Thema zu versorgen. Für einen verantwortungsvollen, effizienten und rechtssicheren Umgang mit KI und digitale Sicherheit.